AMCHA Stiftung

Ruth Malin und Regina Steinitz wurden am 24. Oktober 1930 als Zwillingsschwestern in der Charité in Berlin geboren.

Seit 1948 leben sie in Israel.

Die Holocaust-Überlebenden sind nicht einfach Opfer. Sie haben unvorstellbare Verbrechen erfahren und trotzdem gelebt. Sie haben Familien gegründet, Kunst gemacht, Reisen unternommen, Unternehmen betrieben.

AMCHA hilft ihnen dabei dieses Leben nach dem Über-leben zu gestalten. Für viele von ihnen ist AMCHA ein Ort der Gemeinsamkeit und Hilfe geworden, ein wichtiger Baustein in ihrem Alltag.

Die Überlebenden beweisen, dass es ein Leben danach geben kann – selbst nach dem schlimmsten Albtraum. Und zeigen damit den unermesslichen Wert des Lebens. Hier sind die Über-Lebensgeschichten von einigen von ihnen, die zu AMCHA gefunden haben.

Judith Neumark

geb. 1924 in Budapest, Königreich Ungarn, gest. 2019 in Ramat Gan, Israel

Judith lebte seit 1944 in Israel und hat zwei Kinder und drei Enkelkinder.

Bis 1996 führte sie einen kleinen Schneidersalon. Sie verbrachte ihr Leben mit Musik und Theater, Stricken, Bridge und ihrer Familie. Durch AMCHA begann sie nach 64 Jahren erneut Klavier zu spielen

Yehuda Bacon

geb. 1929 in Ostrava, Tschechoslowakei

Yehuda wurde mit 13 nach Theresienstadt deportiert. Seine Zeichnungen waren wichtige Beweisstücke in einigen Nachkriegsprozessen, wie dem Eichmann-Prozess in Jerusalem und dem Auschwitz-Prozess in Frankfurt.

Richard Hirschhorn

geb. 1931 in Köln, Deutsches Reich, gest. 2022 in Israel

Richard wurde 1939 von seinen Eltern nach Frankreich geschickt. Später kam er in die USA, wo er 1956 seine Frau Freda kennenlernte mit der er 1971 nach Israel auswanderte. Richard hat drei Kinder und sechs Enkelkinder. Er arbeitete jahrelang bei AMCHA ohne dass jemand wusste, dass er selbst Überlebender war

Zwi Steinitz

geb. 1927 als Helmut Steinitz in Posen, Polen

Zwi lebt seit 1946 in Israel und lernte seine Frau Regina 1948 im Kibbutz Netzer Sereni kennen. Die beiden haben zwei Kinder und zwei Enkelkinder.

Pnina Katsir

geb. 1930 in Siret, Rumänien

Pnina wanderte nach der Staatsgründung 1948 nach Israel aus und lebte mit ihrem Mann Jacob Klein bis 1969 in Ashkelon, danach in Jerusalem. Sie hat zwei Kinder und drei Enkelkinder.

Elias Feinzilberg

geb. 1917 in Łódź, Polen, gest. 2021 in Jerusalem, Israel

Elias lebte zuletzt in Jerusalem und hat drei Kinder, und mehr als 20 Enkel und Urenkel. AMCHA entdeckte er 2010 als sein zweites Zuhause und fuhr zeitweise fast täglich dorthin.